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ArGe-Sommerschule 2018 startet Projekt Lektüre zum Epochenbruch 1914-1918 und zur Vorgeschichte
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Gestartet: 11. 04. 2018 | Bearbeitet: 11. 04. 2018 | Kontakt: ed |

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Andreas Adrians, PB04/2018, S.19 Lektürebericht: Richard Müller, Eine Geschichte der Novemberrevolution. Richard Müller - einer der Initiatoren des Generalstreiks in Berlin am 9.11.1918 hat 1924/25 das hier vorgestellte Buch veröffentlich. Müller geht es um den Konflikt zwischen Räterepublik und SPD, er war der festen Überzeugung, dass „die Bewegung vom 9. Novemb3r ohne Stillstand weitergetrieben“ werden müsse. Der den Politischen Berichten zugesandte Lektürebericht (der zweite Beitrag in diesem Heft der Politischen Berichte zum Thema „Epocheneinbruch 1914 bis 1923) schließt: „Am Ende siegte die SPD über die Revolution ..... Die SPD hatte ihre Schuldigkeit getan, die Faschisten übernahmen die Macht und die Bourgeoisie triumphierte.“

Dem Quelldokument zugeordnete Kategorie/n: PB2018• Adrians, Andreas• Epochenbruch-1914-23• LLE-Publiziert

Gestartet: 18. 01. 2018 | Bearbeitet: 18. 01. 2018 | Kontakt: mf-thj-ed |

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Alfred Küstler, PB02/2018, S.20 Lektürebericht: Herfried Münkler, Der Große Krieg – Die Welt 1914 bis 1918 Kriegsschuld und Verantwortung für die „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts sind nicht das Thema von Münkler, sondern die ideologischen, religiösen und kulturellen Hintergründe sowie die ursächlichen politischen und militärischen Entscheidungen. Münkler gelingt zweierlei: er regt zum Befassen mit ungelösten Fragen an und weist eindringlich auf die Folgen politischer Entscheidungen hin – „unvermeidlich“ war der Erste Weltkrieg nicht. So gab es Ansätze der Kooperation z.B. zwischen Deutschland und Frankreich, dem stand die agonale Sicht gegenüber, dass es einen Sieger in der Konkurrenz geben müsse. Den Kriegsverlauf betreffend waren es deutsche Entscheidungen für brutal völkerrechtswidriges Vorgehen, die zu diesem vierjährigen Gemetzel führten. Das Deutsche Reich hatte, nach Münkler, eigentlich weder zwingenden Grund, noch ein überzeugendes Ziel für diesen Krieg: so wurde der Krieg zum Selbstweck. Interessant auch die Aussichten, die „das Habsburger Reich als ein möglicher Vorläufern einer mittel- und südeuropäischen EU“ gehabt hätte, wenn es sich nicht auf den Krieg kapriziert hätte. Münklers Schlußfolgerung, bestehende Konfliktfelder zu bearbeiten anstatt sie zu übersehen, ist überzeugend begründet.

Dem Quelldokument zugeordnete Kategorie/n: PB2018• KüstlerAlfred• Epochenbruch-1914-23• Münkler, Herfried • LLE-Publiziert