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ArGe-Sommerschule 2018 startet Projekt Lektüre zum Epochenbruch 1914-1918 und zur Vorgeschichte
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Gestartet: 17. 01. 2019 | Bearbeitet: 17. 01. 2019 | Kontakt: ana |

Fritz Fischer, Griff nach der Weltmacht

Die Kriegszielpolitik des kaiserlichen Deutschlands 1914/18Der Hamburger Geschichtsprofessor F. Fischer zeigte in seinem 1961 erstmals veröffentlichten Buch auf, dass das Deutsche Reich den 1. Weltkrieg lange vorbereitet hatte, ihn im Juli und August 1914 „vom Zaun brach“ und hegemoniale Ziele verfolgte. Seine Forschungen legten den Schluss nahe, dass Hitler kein Betriebsunfall gewesen war, sondern es eine Kontinuität imperialer Politik seit dem Kaiserreich gegeben hatte, die erst 1945 ein vorläufiges Ende fand. In der bundesrepublikanischen Öffentlichkeit erregte Fischers Buch großes Aufsehen und löste die Fischer-Kontroverse aus, die auch den Bundestag beschäftigte.
Es lohnt sich dieses Buch erneut zu lesen, da seit einiger Zeit - mal wieder - versucht wird, dieses Geschichtsbild zu revidieren. Wenn Deutschland seine heute dominierende Rolle in Europa weiter ausbauen will, möchte es nicht mit Verweisen auf seine Politik als Hauptstörenfried vor dem 1. Weltkrieg konfrontiert werden.
Selbst in linken Diskursen tauchen längst überwunden geglaubte Auffassungen auf, wie der Irrtum, dass „überforderte Eliten“ blindlings in den Krieg stolperten und sich über die Tragweite ihres Handels nicht im Klaren waren.

Dem Quelldokument zugeordnete Kategorie/n: Lektuereliste-Epochenbruch• LLE-Geplant• LLE-InArbeit• Fischer, Fritz• Adrians, Andreas• LLE-Publiziert

Gestartet: 10. 10. 2018 | Bearbeitet: 20. 10. 2018 | Kontakt: e.d. | eva.detscher@web.de

Zweig, Stefan: Berta von Suttner. Eine Ansprache inmitten des Weltkrieges im April 1917,

anlässlich der Eröffnung des internationalen Frauenkongresses für Völkerverständigung in Bern. Erstmals in „Neue Freie Presse“, Wien, 21. Juni 1918 veröffentlicht. Aufgenommen in Begegnungen mit Menschen, Büchern, Städten, Wien-Leipzig-Zürich: Herbert Reichner Verlag 1937; Berlin und Frankfurt am Main: S. Fischer 1955. In seiner Anspra-che würdigt Stefan Zweig die Friedensnobelpreisträgerin und außergewöhnliche Frau Berta von Suttner, die am 21. Juni 1914 gestorben war, in der ihm ganz eigenen Genialität: in ihrer Zeit mit Beharrlichkeit einem unzeitgemäßen Ziel verpflichtet, führt an ihr kein Weg vorbei bei allen Überlegungen, wie eine Welt ohne Krieg aussehen könnte.
Bearbeitungsstand: in Lektüre.

Dem Quelldokument zugeordnete Kategorie/n: LLE-InArbeit• Zweig, Stefan, 1881-1942• Suttner, Berta von, 1843-1914

Gestartet: 10. 10. 2018 | Bearbeitet: 10. 10. 2018 | Kontakt: m.f. | fochlermuenchen@gmail.com

Bauer, Franz. J. Die Regierung Eisner 1918/19. Ministerratsprotokolle und Dokumente. Droste Verlag Düsseldorf 1987. 486 Seiten.

Die Sammlung ermöglicht einen Blick auf die Kopplung von Rätebewegung und Institutionen. Von besonderem Interesse die Dokumente im Anhang, die zeigen, wie sich Eisner nach der verheerenden Wahlniederlage die verbundene Arbeit von außerparlamenarischer – Räte – und parlamentarischer - Landtag - bzw. Staatsregierung – vorstellte.
Arbeitsstand (MF): In weiten Teilen gelesen. Auszüge bei den Kursunterlage der Sommerschule als PDF vorgelegt, können angefordert werden. [Qellen/Material]

Dem Quelldokument zugeordnete Kategorie/n: LLE-InArbeit