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Die Kriegszielpolitik des kaiserlichen Deutschlands 1914/18Der Hamburger Geschichtsprofessor F. Fischer zeigte in seinem 1961 erstmals veröffentlichten Buch auf, dass das Deutsche Reich den 1. Weltkrieg lange vorbereitet hatte, ihn im Juli und August 1914 „vom Zaun brach“ und hegemoniale Ziele verfolgte. Seine Forschungen legten den Schluss nahe, dass Hitler kein Betriebsunfall gewesen war, sondern es eine Kontinuität imperialer Politik seit dem Kaiserreich gegeben hatte, die erst 1945 ein vorläufiges Ende fand. In der bundesrepublikanischen Öffentlichkeit erregte Fischers Buch großes Aufsehen und löste die Fischer-Kontroverse aus, die auch den Bundestag beschäftigte.
Es lohnt sich dieses Buch erneut zu lesen, da seit einiger Zeit - mal wieder - versucht wird, dieses Geschichtsbild zu revidieren. Wenn Deutschland seine heute dominierende Rolle in Europa weiter ausbauen will, möchte es nicht mit Verweisen auf seine Politik als Hauptstörenfried vor dem 1. Weltkrieg konfrontiert werden.
Selbst in linken Diskursen tauchen längst überwunden geglaubte Auffassungen auf, wie der Irrtum, dass „überforderte Eliten“ blindlings in den Krieg stolperten und sich über die Tragweite ihres Handels nicht im Klaren waren.

Projektnotiz, Fritz Fischer, Griff nach der Weltmacht , 17. 01. 2019 Letze Bearbeitung am: 17. 01. 2019
QUELLE: Kategorien: Lektuereliste-Epochenbruch• LLE-Geplant• LLE-InArbeit• Fischer, Fritz• Adrians, Andreas• LLE-Publiziert

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