Karl-helmut Lechner,PB02/2011,05Ägypten in Aufruhr: Historische und geopolitische FaktenDie arabische Welt ist in Aufruhr. Nach Tunesien, das dabei ist, seine jahrelangen Unterdrücker abzuschütteln, sind die Augen der Welt auf Ägypten gerichtet. Und keiner, zum guten Glück auch nicht die Geheimdienste, wissen wirklich, was sich in den nächsten Tagen und Wochen entwickeln wird.
Stichworte: Lechner, Karl-Helmut • 2011 • Naher Osten
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Karl-Helmut Lechner,PB02/2011,12Wissenschaft unter dem KreuzSie sind nicht wirklich eine echte bayerische Spezialität: Konkordatslehrstühle an Universitäten. Es gibt sie auch in Bonn, Freiburg und Mainz. Aber durch Entscheid des Verwaltungsgerichts Ansbach vom Dezember 2010 ist das Thema in Bayern besonders aktuell: Einundzwanzig Stellen an den bayerischen Universitäten unterliegen bei der Frage, wer Professor werden darf, dem Veto der katholischen Kirche, ausgeübt durch den örtlich zuständigen Bischof. Eine Professorin hat dagegen geklagt und in einem Zwischenschritt erstmal gewonnen.
Stichworte: Lechner, Karl-Helmut • 2011
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Jörg Detjen,PB02/2011,14Köln: Symbol für Toleranz und Moderne.In Windeseile ist die Moschee an der Venloer Straße in den letzten Monaten errichtet worden. Ein sympathisches, transparentes, einladendes und modernes Gotteshaus und Kulturzentrum für DITIB. Es hat die richtigen Proportionen und wirkt doch bescheiden und einfach gegenüber dem hochragenden Fernsehturm und dem Telekom-Hochhaus. All die dummen und hetzerischen Argumente von Pro Köln gegen die Moschee werden durch die Realität widerlegt. Trotzdem waren 40 Rechtsextreme erschienen und meinten, noch einmal gegen die Moschee demonstrieren zu müssen.
Stichworte: Detjen, Jörg • 2011 • Köln
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Jörg Detjen,PB02/2011,15NRW: NRW: Soziale Grunddaten bei den Schlüsselzuweisungen anpassen!rst kürzlich trafen sich die südlichen Bundesländer Bayern, Baden- Württemberg und Hessen, alle CDU regiert, und erklärten, dass sie ihren Beitrag zum Länderfinanzausgleich nicht mehr tragen wollen. Die nördlichen Bundesländer würden das Geld nur für soziale Zwecke ausgeben und sich immer weiter verschulden. Diese Inszenierung findet nun seit vielen Jahren statt. Als in den sechziger und siebziger Jahren die Gelder von NRW nach Bayern flossen, war das nie ein Thema. Nun beginnt diese Diskussion aber auch in Nordrhein-Westfalen, weil die Konservativen ihr Gift auch in NRW verspritzen.
Stichworte: Detjen, Jörg • 2011
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Rolf Gehring,PB02/2011,18Europäische BetriebsräteDerzeit existieren knapp tausend Europäische Betriebsräte (EBR). Die wesentliche Arbeitsgrundlage für diese Gremien, die Europäische Richtlinie zur Einrichtung von EBRs, wurde 1994 verabschiedet und 2009 revidiert. Die Richtlinie listet nicht auf, zu welchen konkreten Gegenständen die Information und Konsultation in dem Gremium stattfinden soll. Sie fokussiert im Text jedoch auf die Unternehmensentwicklung.
Stichworte: Gehring, Rolf • 2011
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Harald Pätzolt, PB02/2011,20Kommunismus kein Tabu mehr.Gemeinhin beherrschten zwei antikommunistische Deutungen der Bemerkungen G. Lötzschs zum Kommunismus die öffentliche Meinung: die Auffassung, die Linke sei im Kern eine kommunistische Partei und die abgeschwächte Variante, nach der es beträchtliche kommunistische Residuen innerhalb der Linken gäbe. Eine dritte, durchaus in der Öffentlichkeit wahrnehmbare Deutung reagierte auf eben diesen Antikommunismus, markierte diesen als Jahrhundertdummheit und als Herrschaftsideologie und rekurrierte auf die humanistische Substanz des Kommunismus als geistiger wie politischer Bewegung.
Stichworte: Pätzolt, Harald • 2011
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Martin Fochler,PB02/2011,21Lesetipp Rawls.Die Lektüre des hier besonders empfohlenen Buches „Gerechtigkeit als Fairness – ein Neuentwurf“, Suhrkamp, Frankfurt 2003 lohnt sich. Schon die „Fairness“ im Titel verweist auf den gleichgestellten Mitmenschen als Quell der Gerechtigkeit, denn damit meint man Regeln, auf die sich an einem Kooperationsprozess beteiligte Menschen verständigen. Gerechtigkeit lässt sich besonders gut im Zusammenhang mit Allmacht denken: „Gott, der Gerechte!“ steht als Redewendung fest. Aber „fair“? Wo Allmacht mit Ohnmacht spielt, passt der Ausdruck nicht.
Stichworte: Fochler, Martin • 2011
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