Christoph, Cornides in: ArGe RB-17/2016, S. 11. Zur europäischen Sozialpolitik. Umsetzende Sozialpolitik liegt weitgehend in den Händen der einzelnen Nationalstaaten. Es fehlt ein gemeinsames "Europäisches Sozialmodell", ganz zu schweigen von einer abgestimmten Integration- bzw. Angleichungspolitik sozialer Sicherungssysteme in Richtung gemeinsamer sozialer Mindeststandards und sozialer BürgerInnenrechte in der EU und in Europa. "Europäische Sozialpolitik muss stärker als eigenständiger Politikbereich wahrgenommen werden" (Immanuel Hoff).

QUELLEN:
Sigmar Schmidt, Wolf J. Schünemann, 9. Die Sozialpolitik der Europäischen Union, S. 274 - 295, in: Europäische Union: Eine Einführung, Studienkurs Politikwissenschaft, Band 3944, ISBN-10: 3832910670, ISBN-13: 978-3832910679, April 2009, Nomos Verlag
Uwe Puetter, Die Wirtschafts- und Sozialpolitik der EU, Wien, 2009, ISBN 978-3-8252-2968-9, in: Europa kompakt - Band 3, UTB 2968
Sozialkompass Europa, Bundesinnenministerium für Arbeit und Soziales, http//www.sozialkompass.eu/
Fünf-Präsidentenbericht zur Wirtschafts- und Währungsunion, Juni 2015 http//ec.europa.eu/News/2015/06/20150622_de.htm
Benjamin Immanuel Hoff, Rede zur Europapolitischen Strategie des Freistaates Thüringen, in: Regierungserklärung vom 17. März 2016 im Thüringer Landtag, http//www.benjamin-hoff.de/de/article/3885.rede-zur-europapolitischen-strategie-des-freistaates-thueringen.html
Stichworte: Cornides, Christoph •  Europa-EU •  Hoff, Benjamin Immanuel •  Puettner, Uwe •  Schmidt, Siegmar •  Schünemann, Wolf J. •  xxx-Kurs Philosophie/Kulturw. •  xxxArGe-B

Fundstelle im PDF: http://www.linkekritik.de/fileadmin/DOK/SP2_Periodika/ArGe_RS/20161015-ArGe_RB_17.pdf#page=11
Eva Detscher, Martin Fochler in: ArGe RB-17/2016, S. 20. Aus der Diskussion der ArGe-Mitgliederversammlung: II. Projekt Wegemarken / Kalenderblätter. Der "Verein für politische Bildung, linke Kritik und Kommunikation" arbeitet seit Mai 2016 an einem "Untersuchungsprojekt zu den verschiedenen Pfaden der emanzipatorischen Bewegungen in den europäischen Ländern, genauer zu wichtigen Wegemarken dieser Entwicklungen". Sichtbarer Ausdruck dieses Projektes ist zum einen eine Datensammlung unter dem Titel "Wegemarken / Kalenderblätter" auf der Website www.linkekritik.de. Zum anderen werden seit Juni in der monatlich erscheinenden Zeitschrift des Vereins "Politische Berichte" ein Kalenderblatt (2 Seiten, DIN A4) veröffentlicht, einschließlich dessen Resonanz in Literatur, Film und Kunst. Die "ArGe Konkrete Demokratie -Soziale Befreiung" hat auf ihrer Mitgliederversammlung am 13.08.2016 beschlossen, das Projekt als ArGe zu fördern und zu unterstützen.
Stichworte: Detscher, Eva •  Fochler, Martin •  xxx-Mitgliederversammlung •  xxxArGe-B •  || Wegemarken

Fundstelle im PDF: http://www.linkekritik.de/fileadmin/DOK/SP2_Periodika/ArGe_RS/20161015-ArGe_RB_17.pdf#page=20
Eva Detscher, Martin Fochler in: ArGe RB-17/2016, S. 20. Aus der Diskussion der ArGe-Mitgliederversammlung: I. Ankündigung Winterschule 2017. Die Teilnehmer der Sommerschule haben sich entschlossen, im Winter wieder nur einen Kurs durchzuführen. Wir diskutierten folgende Themenstellung: Ob Deutschland, Österreich, USA, den erstarkenden rechtspopulistischen, nationalistisch und völkisch orientierten Bewegungen unserer Zeit ist die Missachtung von Menschenrechten und rechtsstaatlich geordneten Verfahren gemeinsam. Angesichts dieser Umtriebe wird es Zeit, den Unterschied zwischen einer Politik der Okkupation des staatlichen Gewaltmonopols durch überrumpelnde Ermächtigung und sozialer Reformpolitik im Rahmen einer rechtlich geordneten Demokratie klarer zu stellen. Unser Ausgangspunkt wird die Auseinandersetzung mit Parteibildungsprozessen und Dogmatik des Rechtspopulismus sein, wir wollen sodann auf die historischen Wurzeln der Ablehnung der bürgerlichen Demokratie zurückgehen, um schließlich zu überprüfen, wie weit diese Ablehnung nach der weltweit wirkenden Anerkennung demokratischer Verfahren, insbesondere des allgemeinen Wahlrechts, noch greift. Als eine aktuelle Diskussionsgrundlage ziehen wir u.a. die untenstehende Ausarbeitung von Thilo Jansen - wissenschaftlicher Mitarbeiter im Europäischen Parlament - hinzu. Außerdem streben wir an, eine Abendveranstaltung zum Thema durchzuführen: Reformpolitik aus Regierungsposition heraus. Thüringer Erfahrungen.

MATERIAL u.a.:
Thilo Jansen Geliebter Feind. Rechtsaußenparteien und die Europäische Union, erschienen 2016 bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung., Büro Brüssel
Stichworte: Detscher, Eva •  Fochler, Martin •  :ArGe-Kurs-Phil.-Lit •  Janssen, Thilo (Publ.)

Fundstelle im PDF: http://www.linkekritik.de/fileadmin/ArGe-RS-ab-2008/2016-10_ArGe_RB_17.pdf#page=20
Eva, Detscher in: ArGe RB-17/2016, S. 1. Thema "Fürsorge - auf dem Hintergrund christlicher, jüdischer und muslimischer Glaubensgemeinschaften sowie staatlicher Wohlfahrtsorganisation". Wir haben das Thema gewählt, um die Erfordernisse verschiedenster sozialer Umwelten zu erkennen und zu verstehen, wie damit umzugehen ist. Klar ist, dass auch in der Fürsorge- und Wohlfahrtswirklichkeit Pluralität gewünscht, gefordert und durchgesetzt werden muss. Das hat auch der Blick über den Nationalstaatsrahmen hinaus auf Ansätze für eine sozialstaatliche Perspektive für Gesamteuropa gezeigt.

QUELLEN:
Sina Tesch, Die Rolle der Diakonie als zivilgesellschaftlicher Akteur, in: Sozialwirtschaft und Diakonie: Spannungsfelder und Orientierungen, Bochum, April 2015, in: Denken und Handeln, Beiträge aus Wissenschaft und Praxis, hrsg. von Esther Almstadt, Wolfgang Maaser, Irene Gerlach, Neue Folge Band 14, Schriftenreihe der Evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe
Niklas Luhmann, Formen des Helfens im Wandel gesellschaftlicher Bedingungen, in: Niklas Luhmann, Soziologische Aufklärung, Band 2, Wiesbaden 2005, Springer Fachmedien
John Rawls, Gerechtigkeit als Fairness. Ein Neuentwurf, S. 44 - 51, S. 76 - 80, ISBN 3-518-58366-2, 2003, Frankfurt a. M., Suhrkamp Verlag
Heinrich Bedford-Strohm, Menschenrechte und Menschenwürde in der Perspektive Öffentlicher Theologie, S. 5 - 20, in: International Journal of Orthodox Theology, 2.3.2011
Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V., Selbstdarstellung, www.zwst.org
"Zedaka", Das Leitbild der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST), www.zwst.org
Rauf Ceylan, Michael Kiefer, Muslimische Wohlfahrtspflege in Deutschland. Eine historische und systematische Einführung, S. XI - XIV, S. 25 - 29, S. 52 - 64, S. 76 - 82, S. 97 - 105, 2016, Springer VS
Sigmar Schmidt, Wolf J. Schünemann, 9. Die Sozialpolitik der Europäischen Union, S. 274 - 295, in: Europäische Union: Eine Einführung, Studienkurs Politikwissenschaft, Band 3944, ISBN-10: 3832910670, ISBN-13: 978-3832910679, April 2009, Nomos Verlag
Uwe Puetter, Die Wirtschafts- und Sozialpolitik der EU, Stuttgart, 2009, ISBN 978-3-8252-2968-9, in: Europa kompakt - Band 3, UTB 2968
Sozialkompass Europa, Bundesinnenministerium für Arbeit und Soziales, http//www.sozialkompass.eu/
Fünf-Präsidentenbericht zur Wirtschafts- und Währungsunion, http//ec.europa.eu/News/2015/06/20150622_de.htm
Benjamin Immanuel Hoff, Rede zur Europapolitischen Strategie des Freistaates Thüringen, in: Regierungserklärung vom 17. März 2016 im Thüringer Landtag, http/
Stichworte: Detscher, Eva •  Bedford-Strohm, Heinrich •  Ceylan, Rauf •  Europa-EU •  Hoff, Benjamin Immanuel •  Islam •  Jüdische Religionsgemeinschaft •  Kiefer, Michael •  Kirche/Religion •  Luhmann, Niklas

Fundstelle im PDF: http://www.linkekritik.de/fileadmin/DOK/SP2_Periodika/ArGe_RS/20161015-ArGe_RB_17.pdf#page=01
Eva, Detscher in: ArGe RB-17/2016, S. 8-9. Das weite Feld der Fürsorge Die Muslime Deutschlands sind - trotz langjähriger Präsenz - bislang mit keinem Verband in der Liga der freien Wohlfahrtspflege vertreten. Die vielfältigen Gründe für diesen auf Dauer unhaltbaren Sachverhalt haben Rauf Ceylan und Michael Kiefer in ihrem Buch "Die muslimische Wohlfahrtspflege in Deutschland" untersucht. Für das Kennenlernen und Verständnis des Themas ist der Text sehr zu empfehlen. Neben Auszügen aus diesem Buch wurden im Sommerkurs Texte von Sina Tesch, Niklas Luhmann, John Rawls und Heinrich Bedford-Strohm gelesen und diskutiert.

QUELLEN:
Sina Tesch, Die Rolle der Diakonie als zivilgesellschaftlicher Akteur, in: Sozialwirtschaft und Diakonie: Spannungsfelder und Orientierungen, Bochum, April 2015, in: Denken und Handeln, Beiträge aus Wissenschaft und Praxis, hrsg. von Esther Almstadt, Wolfgang Maaser, Irene Gerlach, Neue Folge Band 14, Schriftenreihe der Evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe
Niklas Luhmann, Formen des Helfens im Wandel gesellschaftlicher Bedingungen, in: Niklas Luhmann, Soziologische Aufklärung, Band 2, Wiesbaden 2005, Springer Fachmedien
John Rawls, Gerechtigkeit als Fairness. Ein Neuentwurf, S. 44 - 51, S. 76 - 80, ISBN 3-518-58366-2, 2003, Frankfurt a. M., Suhrkamp Verlag
Heinrich Bedford-Strohm, Menschenrechte und Menschenwürde in der Perspektive Öffentlicher Theologie, S. 5 - 20, in: International Journal of Orthodox Theology, 2.3.2011
Stichworte: Detscher, Eva •  Bedford-Strohm, Heinrich •  Islam •  Kirche/Religion •  Luhmann, Niklas •  Rawls, John •  Tesch, Sina •  xxx-Kurs Philosophie/Kulturw. •  xxxArGe-B

Fundstelle im PDF: http://www.linkekritik.de/fileadmin/DOK/SP2_Periodika/ArGe_RS/20161015-ArGe_RB_17.pdf#page=08
Europäische Kommission, in: ArGe RB-17/2016, S. 16-17. Dokumentiert: "Genossenschaften: Durch Kooperation zum Wachstum", "Die Kommission hat soeben eine Mitteilung über die Förderung der Genossenschaften in Europa angenommen. Nur wenige Monate zuvor hatten sich die Mitgliedstaaten über die Annahme einer Verordnung geeinigt, die die Gründung Europäischer Genossenschaften ermöglicht (siehe Pressemitteilung IP/0371071)... In der Mitteilung werden Maßnahmen vorgestellt, die eine stärkere Verbreitung der genossenschaftlichen Unternehmensform in ganz Europa fördern sollen. Sie zielen auf eine erhöhte Außenwirkung, die weitere Verbesserung des einzelstaatlichen Genossenschaftsrechts und einen verstärkten Beitrag der Genosssenschaften zur Gemeinschaftspolitik ab. (...)".

QUELLE:
Europäische Kommission, Pressemitteilung IP/04/266/ Brüssel, 26.2.2004, Dokumenten-Nr. der vollständigen Mitteilung: KOM(2004) 18 endgültig. Die Mitteilung ist abrufbar unter: http://ec.europa.eu/transparency/regdoc/rep/1/2004/DE/1-2004-18-DE-F1-1.Pdf oder http://europa.eu.int/comm/enterprise/entrepreneurship/coop/social-cmaf_agenda/social-cmaf-cooperatives.htm
Stichworte: EU-Kommission •  Genossenschaften •  xxx:ArGe-Kurs-Wi-B •  xxxArGe-B

Fundstelle im PDF: http://www.linkekritik.de/fileadmin/DOK/SP2_Periodika/ArGe_RS/20161015-ArGe_RB_17.pdf#page=16
Martin Fochler, Rüdiger Lötzer in: ArGe RB-17/2016, S. 12-14. Gesellschaft, Gemeinschaft und Genossenschaften. Zur Einleitung. Das Thema Genossenschaften muss linke Politik interessieren, weil sich hier eine außerordentlich stabile Form solidarischen Wirtschaftens zeigt, die mit den ersten Entwicklungen marktbestimmten Wirtschaftens aufkommt, mit der Industrialisierung und Entstehung bürgerlicher Verfassung fortschreitet, dann auch in den entstehenden Staatsplanwirtschaften Platz nimmt, bei der nachholenden Modernisierung von Ländern der Dritten Welt eine Rolle spielt, und, nachdem sie in den reifenden Industriegesellschaften eine Krise erlitten hat, in der heutigen Zeit neu auflebt. Genossenschaften leben, wenn sie ihren wirtschaftlichen Zweck erfüllen und wenn sie ihre wirtschaftliche Macht als Mittel zur Förderung eines Guten, das von ihren Trägern anerkannt wird, einsetzen. Es geht um Solidarität zur Hebung der Qualität des individuellen Lebens, der Entfaltung der Person. Angesichts des Aufschwungs nationalistischer und völkischer Bestrebungen nach Volksgemeinschaft und Volksgenossenschaft öffnet Genossenschaftswirtschaft und genossenschaftliche Praxis einen Weg, gemeinschaftsbildende Kräfte mit dem Ziel sozialer Emanzipation aufzugreifen.

QUELLEN:
Werner Sombart (1863-1941), Der moderne Kapitalismus, erschienen 1916, verwendet: Duncker und Humblot, 1969 (Unveränderter Nachdruck). Dritter Band, Das Wirtschaftsleben im Zeitalter des Hochkapitalismus. Zweiter Halbband, S. 985 ff. Die Genossenschaftswirtschaft sowie S. 1008 ff., Das Wirtschaftsleben der Zukunft. Zu Werk und Person Sombarts siehe neben dem Wikipedia-Eintrag https://de.wikipedia.org/wiki/ Werner_Sombart auch http://blogs.faz.net/fazit/ 2011/12/22/alte-meister-1-ode-an-den-daemon-werner-sombarts-analyse-des-kapitalismus-124/ sowie https://de.wikibooks.org/wiki/Soziologische_Klassiker/_ Sombart,_Werner
Max Weber (1864–1920), Wirtschaft und Gesellschaft, 1921/1922, hrg. v. Marianne Weber. Verwendete Ausgabe Mohr Siebeck, Tübingen, 1921-1972, S. 37. Im Internet u.a. bei http://www.zeno.org/ Soziologie/M/Weber,+Max/Grundri%C3%9F+der+ Soziologie/Wirtschaft+und+Gesellschaft/Erster+Teil. +Soziologische+Kategorienlehre/Kapitel+II.+Soziolog ische+Grundkategorien+des+Wirtschaftens, Kapitel II. Soziologische Grundkategorien des Wirtschaftens, § 5
Ferdinand Tönnis (1858–1936), Gemeinschaft und Gesellschaft, (Erstveröffentlichung: Gemeinschaft und Gesellschaft. Abhandlung des Communismus und des Socialismus als empirischer Culturformen. Berlin, 1887). verwendete Ausgabe 1979, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt. S. 207 ff.
John Rawls (1921–2002), Eine Theorie der Gerechtigkeit als Fairness , Ein Neu
Stichworte: Fochler, Martin •  Lötzer, Rüdiger •  Genossenschaften •  Rawls, John •  Sombart, Werner •  Tönnis, Ferdinand •  Weber, Max •  Wirtschaft •  xxx:ArGe-Kurs-Wi-B •  xxxArGe-B

Fundstelle im PDF: http://www.linkekritik.de/fileadmin/DOK/SP2_Periodika/ArGe_RS/20161015-ArGe_RB_17.pdf#page=12
Rolf Gehring in: ArGe RB-17/2016, S.14-16. Frühe Arbeiterbewegung und Genosssenschaften. In unserem Kurs "Zwischen Gesellschaft und Gemeinschaft: Die Genossenschaften" befassten wir uns auch mit historischen Erfahrungen der Genossenschaftsbewegung. Wurzeln des Genossenschaftsgedankens und der Genossenschaftsbewegung finden sich bereits im Mittelalter als "Einungen", z.B. als Beerdigungsgenossenschaften, zur Deicherhaltung oder als nötiges Gemeinwerk in der schweren Alpwirtschaft. Die gemeinsame Nutzung bzw. die gemeinsame Zwecksetzung steht im Mittelpunkt. In der Wende zum 19. Jahrhundert und mit dem Namen Robert Owen verknüpft, verbindet sich der Genossenschaftsgedanke mit dem Ziel der Überwindung der bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse zu einem gesellschaftlichen Konzept. Die Bewegung wird von der sich bildenden sozialistischen Arbeiterbewegung teils euphorisch aufgenommen. Es entstehen jedoch von Beginn an auch Auseinandersetzungen um die Bedeutung und den Nutzen von Genossenschaften. Im Kurs haben wir in Auszügen das Buch von Christiane Eisenberg "Frühe Arbeiterbewegung und Genossenschaften" gelesen und diskutiert. Die Arbeit will die Kontinuität der Genossenschaftsidee in der Arbeiterbewegung und ihren diversen Strömungen ausleuchten und das Schicksal der Genossenschaften in den sechziger und siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts verfolgen.

QUELLEN:
Wikipedia, Genossenschaft, https://de.wikipedia.org/wiki/Genossenschaft
Christiane Eisenberg, Frühe Arbeiterbewegung und Genossenschaften. Theorie und Praxis der Produktivgenossenschaften in der deutschen Sozialdemokratie und den Gewerkschaften der 1860er/1870er Jahre, 210 Seiten, Neue Gesellschaft, Bonn 1985, ISBN 3-87831-402-7
Stichworte: Gehring, Rolf •  Eisenberg, Christiane •  Genossenschaften •  xxx:ArGe-Kurs-Wi-B •  xxxArGe-B

Fundstelle im PDF: http://www.linkekritik.de/fileadmin/DOK/SP2_Periodika/ArGe_RS/20161015-ArGe_RB_17.pdf#page=14
Karl-Helmut, Lechner in: ArGe RB-17/2016, S. 1-5. Wer sind die Armen? Zur Religionsgeschichte eines Begriffs. Wichtige Wendepunkte in der Geschichte der Armut sind mit religiösen Inhalten verbunden. Wie Armut bewertet wird, welchen Stellenwert die Armen in der Gesellschaft besitzen, welche Ethik, welches Arbeitsethos, welche Moral ihnen gegenüber gilt, das hat alles sehr viel zu tun mit religiösen Traditionen, die in einer Gesellschaft vorherrschen. Der folgende Text versucht die biblisch-christlichen Wurzeln des Begriffs Armut aufzuzeigen.
Stichworte: Lechner, Karl-Helmut  •  Kirche/Religion •  xxx-Kurs Philosophie/Kulturw. •  xxxArGe-B

Fundstelle im PDF: http://www.linkekritik.de/fileadmin/DOK/SP2_Periodika/ArGe_RS/20161015-ArGe_RB_17.pdf#page=01
Rüdiger Lötzer, in: ArGe RB-17/2016, S. 16. Genossenschaften sind international anerkannt, gesichert und gewünscht. Dass die Bedeutung und Nützlichkeit von Genossenschaften nicht nur in entwickelten Industriegesellschaften gesehen und weitgehend anerkannt ist, sondern auch international, machten wir uns in der Diskussion anhand internationaler Dokumente deutlich. In den Berichten der Genossenschaftsverbände wird inzwischen ein deutlicher Anstieg der Genossenschaftsgründungen in den letzten Jahren konstatiert und dokumentiert, nicht nur im Wohnungsbereich, sondern auch im sozialen und landwirtschaftlichen Bereich und im Bereich neuer Energien.

QUELLEN:
Internationale Arbeitsorganisation (ILO), Empfehlung betreffend die Förderung von Genossenschaften, Resolution 193, verabschiedet auf der 90. Internationalen Tagung der ILO in Genf 2002. http://ilo.org/dyn/normlex/en/f?p=NORMLEXPUB:12100:0::NO:12100:P12100_INSTRUMENT_ID:312531:NO.
UN-Vollversammlung, Die Rolle der Genossenschaften in der sozialen Entwicklung, Resolution 56/114 vom 19.12.2001. http://www.un.org/Depts/german/gv-56/band1/ar56114.pdf.
Kommission der Europäischen Gemeinschaften, Mitteilung der Kommission an den Rat, das Europäische Parlament, der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss, und der Ausschuss der Regionen über die Förderung der Genossenschaften in Europa vom 23.2.2004, KOM(2004) 18 endgültig. http://ec.europa.eu/transparency/regdoc/rep/1/2004/DE/1-2004-18-DE-F1-1.Pdf.
Bundestagsfraktion DIE LINKE, Reformbedarf für Genossenschaften, Drucksache 17/10654 vom 11.9.2012, Antwort der Bundesregierung auf Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE, Drucksache 17/10534. http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/106/1710654.pdf.
DGRV – Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband e.V. und GdW – Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. (Hrsg.), Die deutschen Genossenschaften in Europa, http://www.dgrv.de/webde.nsf/2a1a6cd05dbb01c0c1256e2f005612d1/2e65c54b0c6567d6c12577cb0046b705/$FILE/Genossenschaften_EU.pdf.
Stichworte: Lötzer, Rüdiger •  DGRV – Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband e.V.  •  Die Linke •  Europa-EU •  GdW – Wohnungs- u. <b>Immobilienunternehmen e.V..  •  Genossenschaften •  ILO Internationale Arbeitsorganisation •  UNO •  xxx:ArGe-Kurs-Wi-B •  xxxArGe-B

Fundstelle im PDF: http://www.linkekritik.de/fileadmin/DOK/SP2_Periodika/ArGe_RS/20161015-ArGe_RB_17.pdf#page=16
Stephen Schindler in: ArGe RB-17/2016, S. 17-19. Genossenschaften in den USA. Spätestens seit dem Platzen der Immobilienblase entwickelt sich in den USA eine wachsende Gegenbewegung zum bestehenden Wirtschaftssystem. In diesem Zusammenhang gewinnen Genossenschaften in den USA zunehmend an Aufmerksamkeit. In Gemeinden oder "Communities" werden Genossenschaften als Instrumente zur Schaffung des "gemeinschaftlichen Wohlstandes" (community wealth) genutzt. Durch lokales Wirtschaften soll Wohlstand geschaffen und das Ausbluten der Gemeinschaft durch Großkonzerne verhindert werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist Nachhaltigkeit z.B. in Form grüner Stromgewinnung und ökologischer Landwirtschaft. Daraus ergibt sich oft ein nachhaltiges-, lokales-, soziales- und wirtschaftliches Gesamtkonzept, in das sich die Genossenschaften einfügen. Die Stadt Cleveland ("The Cleveland Model") ist ein Beispiel dafür, wie sich Genossenschaften in ein kommunales Wirtschaftssystem eingliedern lassen und mit unterschiedlichen Akteuren vernetzt sind. Dass Gewerkschaften eine wichtige Rolle in Genossenschaften zukommen kann, zeigt das Beteiligungsmodell ("The Union-Co-op-Model") der Genossenschaft Green Taxi Cooperative in Denver.

QUELLEN:
Schaubild "The Cleveland Model", http://community-wealth.org/search-ex/cleveland%20model und http://community-wealth.org/content/cleveland-model-how-evergreen-cooperatives-are-buildung-community-wealth
Schaubild "The Union-Co-op Model", http://community-wealth.org/search-ex/union-co-op-model und http://community-wealth.org/content/union-co-op-model
community-wealth.org
University of Winsconsin Center for Cooperatives, http://reic.uwcc.wisc.edu/issues/
Stichworte: Genossenschaften •  Schindler, Stephen-Q •  USA •  xxx:ArGe-Kurs-Wi-B •  xxxArGe-B

Fundstelle im PDF: http://www.linkekritik.de/fileadmin/DOK/SP2_Periodika/ArGe_RS/20161015-ArGe_RB_17.pdf#page=17
Rosemarie, Steffens in: ArGe RB-17/2016, S. 6-8. Die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland - Jüdische Wohlfahrtspflege basierend auf dem Gedanken der Gerechtigkeit. Jüdische Sozialarbeit hat ihre Wurzeln in der Jahrtausende alten Sozialethik des Judentums, wonach jeder Arme Anspruch auf Unterstützung hat. Die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) hat dieses Leitbild, die "Zedaka", basierend auf dem Ziel der Gerechtigkeit, zur Grundlage ihres Handels bis heute. Diese religiöse Handlungsanweisung ist in religiösen Gesetzen verankert, die der Verarmung größerer Bevölkerungsteile entgegenwirken. Gelesen und diskutiert wurden im Kurs Texte über die geschichtlichen Hintergründe für die Entstehung von jüdischen Wohlfahrtseinrichtungen sowie über die Schwerpunkte der Arbeit der Zentralwohlfahrtsstelle und von Zedaka heute.

QUELLEN:
Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V., Selbstdarstellung, www.zwst.org
"Zedaka", Das Leitbild der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST), www.zwst.org
Alice Salomon, Leitfaden der Wohlfahrtspflege, Leipzig 1921, in: Die Zentralwohlfahrtsstelle 1917-1987, Frankfurt a. Main, 1987
E. L. Ehrlich, Geschichte der Juden in Deutschland, in: Die Zentralwohlfahrtsstelle 1917-1987, Frankfurt a. Main, 1987
Jüdischer Frauenbund (JFB), Gründerinnen, http://www.wider-des-vergessens.org/
www.frauenmediaturm.de, Plakat "Dringende Warnung an auwandernde Mädchen".
Stichworte: Steffens, Rosemarie •  Ehrlich, E. L. •  Jüdische Religionsgemeinschaft •  Solomon, Alice •  xxx-Kurs Philosophie/Kulturw. •  xxxArGe-B

Fundstelle im PDF: http://www.linkekritik.de/fileadmin/DOK/SP2_Periodika/ArGe_RS/20161015-ArGe_RB_17.pdf#page=06