DGB-TARIFTICKER
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Liebe Kolleg*innen, liebe Leser*innen,
der Januar zeigt sich streikintensiv: Heute legen bundesweit Beschäftigte im Straßenbau die Arbeit nieder – an 18 Standorten stehen sie für ihre Forderungen nach 7 Prozent mehr Gehalt ein. Die Autobahn GmbH hat noch nicht einmal ein Angebot vorgelegt.
Die GEW mobilisiert für den 29. Januar zum bundesweiten Streiktag Bildung in fünf Städten, nachdem auch die Länder-Arbeitgeber weiterhin mauern.
Einen Lichtblick gibt es in Baden-Württemberg: In der Holz- und Kunststoffindustrie wurde die erste Tarifeinigung erzielt, mit gestaffelten Erhöhungen und besserer Bezahlung für Azubis.
Weitere Meldungen im Überblick:
● Harzer Schmalspurbahnen: EVG fordert 10,2 Prozent Gehaltserhöhung, Mitgliederbonus und Kündigungsschutz
● TÜV Rheinland: Erster Warnstreik seit 20 Jahren: Verdi verlangt 10,5 Prozent statt mickrige 2,5 Prozent bei Rekordgewinnen
● Öffentlicher Dienst der Länder: Verhandlungsrunde endet ernüchternd – Arbeitgeber reden von „Schnaps oberhalb der Inflation“, legen aber nichts Konkretes vor
● dpa: Tarifverhandlungen gestartet – 350 Euro monatlich für Qualitätsjournalismus gefordert, erstes Arbeitgeberangebot steht noch aus
● Lufthansa-Bodenpersonal: 20 000 Beschäftigte fordern sechs Prozent mehr – Verdi rechnet mit hartem Ringen trotz wirtschaftlicher Erfolge des Konzerns
● Vivantes-Töchter: Erstes Angebot liegt vor, aber mit massiven Einschnitten – Beschäftigte wehren sich gegen Status als „zweite Klasse“
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Arbeitgeber den Ernst der Lage erkennen – oder ob es noch deutlich lauter werden muss auf Deutschlands Straßen und in den Betrieben.
Solidarische Grüße,
Euer Tarifticker-Team
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