Politische Berichte Nr.01/2026 (PDF)25a
Ankündigungen, Diskussion, Dokumentation

Einladung zum Treffen: Emanzipatorische Arbeits- und Wirtschaftspolitik in Europa

Beginn: Samstag, 21. März, 13 Uhr — Ende: Sonntag, 22. März, 13 Uhr

Ort: Bürgerzentrum Deutz, Tempelstr. 41-43, 50679 Köln

Anmeldungen + Kontakt: Bitte die Anmeldung an Rolf Gehring senden. rolf_gehring@outlook.de (Tel: +49 151 40 58 52 50)

Programm

Samstag: Automobilbau – Lage, Perspektiven und autonomes Fahren als Element des Nahverkehrs

Referent: Hans Lawitzke, Sekretär des EBR Ford. Einschätzungen zum Stand des Wettbewerbs im Automobilsektor, insbesondere zwischen den europäischen und chinesischen Herstellern. Versuch einer Abschätzung der Faktoren Technologie, Innovation, Kosten, Subventionen. Stand der Entwicklung des autonomen Fahrens. Ableitungen zur Perspektive für die Arbeitsplätze und Gewerkschaften in (West-)Europa.

Die EU-Mindestlohnrichtlinie – Eingriff der EU in die europäische Tariflandschaft

Referent: Thorsten Müller, Europäisches Gewerkschaftsinstitut. Die europäische Richtlinie zu Mindestlöhnen ist das erste EU-Instrument mit dem expliziten Ziel, die Tarifpolitik in den EU-Staaten zu fördern. Allerdings wurde das nicht von allen Gewerkschaften so gesehen: Teile klagten gegen die Richtlinie, andere bezeichneten sie als eine der größten sozialpolitischen Errungenschaften. Wir versuchen eine Bestandsaufnahme, vor allem auch bezüglich der von den Mitgliedsstaaten geforderten Aktionspläne, um einen tariflichen Deckungsgrad von mindestens 80% zu erreichen.

Sonntag: Industriepolitische Initiativen der Partei Die Linke im Bundestag

Referent: Roland Kulke, Mitarbeiter bei MdB Mirze Edis. Die Veränderung der Schuldenpolitik eröffnet Chancen für die deutsche Wirtschaft, gleichzeitig ist das alte Wachstumsmodell Deutschlands in vielen Sektoren in der Krise. Die Regierung, gerade unter der Wirtschaftsministerin Reiche, reizt die Möglichkeiten aber nicht aus. Wie reagiert die Linke darauf? Ein kleiner Überblick über Schwerpunkte soll dargestellt werden.

Soziale Wirkungen der spanischen Industriepolitik

Referent: Claus Seitz: Welche Auswirkungen hat das anhaltende Wirtschaftswachstum in Spanien auf den Arbeitsmarkt, die Realeinkommen und die allgemeinen Lebensbedingungen?

Aktivitäten der ILO 2025/26 – Wirkungen und mögliche Anknüpfungspunkte

Referent: Matthias Paykowski. Eindrücke und Einblicke in den Bericht der ILO: „Beschäftigung und soziale Trends 2026.“ Der Bericht befasst sich mit der Lage auf den globalen Arbeitsmärkten, der Gesamtbeschäftigung und der Arbeitsplatzqualität, mit zunehmenden Ungleichheiten, mit der Produktivität sowie demografischen und wirtschaftlichen Belastungen, die die Arbeitswelt im kommenden Jahr prägen.

Übernachtungsmöglichkeiten (begrenzt) sind in der Jugendherberge Köln-Riehl gebucht, An der Schanz 14, 50735 Köln

Die Veranstaltung wird hybrid stattfinden.