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PB-Redaktion,PB22/1981,32 ~5kbÄgypten • Keine Trauer um Sadat, aber die Volksmassen müssen sich erst noch sammeln.USA besorgt über Tod Sadats • Hoffnungen der Araber, Ägypten werde in die "arabische Familie" zurückkehren • Mubarak setzt Politik Sadats fort • Gemeinsame Manöver mit US-Streitkräften ausgeweitet, Terrormaßnahmen nach innen verschärft • Opposition auf antiimperialistischem Programm erst in den Anfängen • Wirtschaftliche Öffnung fördert Herausbildung von Kompradoren • Die Hälfte des Nahrungsmittelbedarfs muss inzwischen importiert werden, Ausfuhren rückläufig • Moslembruderschaft hat sich zur stärksten Oppositionskraft entwickelt.
PB-Redaktion,PB22/1981,33 ~3kbGeschichte und Programm der Moslembrüderschaft.Gründung durch Hassan el-Banna 1928 • Befreiung vom Imperialismus durch Rückkehr zum"ursprünglichen Islam" • Soziale Reformen und Durchsetzung des islamischen Rechts gefordert • Teilnahme am Kampf gegen britische Besatzer • 1952 letztmalig Programm antiimperialistischer Wirtschaftsreformen • Terroristische Aktivitäten führen zum Verbot unter Nasser • Von Sadat zur Bekämpfung linker Tendenzen gefördert.
PB-Redaktion,PB23/1981,07 ~4kbNaher Osten • EG-Imperialisten wollen Truppen auf dem Sinai • Drohungen gegen Libyen.EG-Staaten wollen sich an "multinationaler Friedenstruppe" unter Führung der USA beteiligen • Keine Beteiligung der BRD • USA bereiten Interventionen sowie wirtschaftliche und politische Sanktionen gegen Libyen vor • USA, Frankreich und BRD führend bei der Aufteilung des ägyptischen Markts • PLO befürwortet Friedensplan Saudi-Arabiens.
PB-Redaktion,PB23/1981,29 ~2kbOPEC • Ölkonzerne sauer: Einigung über den Preis.Nach zwei Jahren gespaltenem Ölpreis Einigung auf gemeinsamen Grundpreis • Sprengung der OPEC verhindert • Senkung der saudi-arabischen Produktion vereinbart • Gesamtölexport seit 1980 gefallen • Saudi-Arabien verhalf USA zur Aufstockung der Reserve • Preisstabilisierung hilft Ländern wie Nigeria.
PB-Redaktion,PB24/1981,13 ~12kbTürkei • Das Programm der Militärdiktatur ist von den westlichen Imperialisten diktiert • BRD dabei führend.Forderung nach Einstellung der "Türkei-Hilfe" durch gemeinsamen Antrag aller Bundestagsparteien abgewehrt • "Bundesstelle für Außenhandelsinformation" begrüßt Beschleunigung der "Weltmarktorientierung" der türkischen Wirtschaft infolge der Abschaffung des Parlaments • BRD als größter Handelspartner der Türkei führend bei der "Hilfsaktion" • Fortsetzung der "außenwirtschaftlichen Tradition" des Deutschen Reiches • Massenhafte Einfuhr türkischer Arbeiter in die BRD erleichtert Kapitalexport • Zahlungsunfähigkeit der Türkei durch teure Kredite führt zu "Hilfsprogrammen", begleitet von "Sanierungsprogrammen" des IWF • Durchsetzungsschwierigkeiten der Ecevit- und Demirel-Regierungen sollen durch Militärdiktatur behoben werden • Ansätze zu einer unabhängigen Wirtschaft bisher nicht vollständig beseitigt • Kernpunkte des "Modernisierungsprogramms: "realistischer Wechselkurs","marktgerechter Zins", "keine Subventionen für Staatsbetriebe", "ungehemmte Zufuhr von Auslandskapital" • Wirtschaftsprogramm ohne Militärdiktatur nicht durchsetzbar.
PB-Redaktion,PB24/1981,14 ~6kbDie Politik Atatürks zum Aufbau einer unabhängigen Türkei.Befreiungskrieg nach dem 1. Weltkrieg gegen Aufteilungs- und Unterwerfungspläne der Westmächte und Griechenlands • Friedensvertrag von Lausanne 1923 regelt - zunächst eingeschränkte - Unabhängigkeit • Enteignungen der Imperialisten zwischen 1925 und 1944, Förderung der nationalen Bourgeoisie • Fünfjahrespläne zum Aufbau der Industrie • Nichtdurchführung einer Landreform beließ Mehrprodukt in den Händen der Großgrundbesitzer, behinderte Aufbau der Industrie • Nach 1945 zunehmende Auslandsverschuldung.
PB-Redaktion,PB24/1981,16 ~3kbGewerkschaftsbewegung kann Putsch nicht verhindern.Spaltung der Gewerkschaften in Türk-Is (regierungstreu) und DISK (unabhängig) • In den 70er Jahren erfolgreiche Streiks für Tarifverträge • Bekämpfung der vom IWF diktierten Wirtschaftsprogramme • Nach dem Putsch Ansteigen der Arbeitslosigkeit, Verelendung • Gewerkschaftsvermögen verstaatlicht, Funktionäre verhaftet, mit Prozessen überzogen.
PB-Redaktion,PB24/1981,17 ~3kbLandwirtschaft in der Türkei: Obst- und Gemüseplantage der EG?.Über 50% aller Beschäftigten in der Landwirtschaft tätig • Großteil des Landes in Großgrundbesitz, viele Kleinst- und landlose Bauern, Landflucht in die Städte oder ins Ausland • Lebensmittelbedarf aus eigener Produktion gedeckt • Staatliche Förderung nützt v.a. Großgrundbesitz und Zwischenhandel • Versuche zur Landreform steckengeblieben • EG will billiges Obst und Gemüse • Junta beseitigt Schranken für ausländische Kapitalanlagen in der Landwirtschaft.