Politische Berichte Nr.05/2024 (PDF)21a
Gewerkschaften/Soziale Bewegung

* 20b-industriall-kundgebung-industriall-4.html * 21a-vw-gruende-der-krise-jannoff-4.html * 21b-igm-11-punkte-industrie-igm-4.html * 21c-vw-moia-tarifvertrag-jannoff-4.html

Eskalation bei VW: Die wahren Gründe für die Krise

Thorsten Jannoff. Die Krise bei Volkswagen wird von der IG Metall als Managementversagen beschrieben. Daniela Cavallo, Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats, machte bei einer Betriebsversammlung mit rund 25 000 VW-Beschäftigten Anfang September in Wolfsburg klar, dass die Probleme nicht an den deutschen Standorten oder den Personalkosten liegen, sondern an der zögerlichen Technologieführerschaft und ineffizientem Management. Sie kritisierte das VW-Management für seine Fehlentscheidungen und rief zu Investitionen in Innovationen auf, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Cavallo zeigte auf, wo das Management aus ihrer Sicht strategische Fehler gemacht hat, beispielsweise durch die Unterschätzung des Hybrid-Marktes sowie des Marktes für Elektroautos und die geplante Verlagerung von Aufträgen ins Ausland. Statt die Ursachen anzugehen, wollen die Unternehmenschefs zwei Standorte schließen und Beschäftigte abbauen. Diese Pläne stießen auf entschlossenen Widerstand von IG Metall und den Beschäftigten.

Thorsten Gröger, IG Metall-Bezirksleiter, und Christiane Benner, Erste Vorsitzende der IG Metall, bekräftigten den Widerstand und forderten stattdessen eine nachhaltige Zukunft für VW und seine Beschäftigten.

Nach: www.igmetall.de/im-betrieb/vw-sparkurs-standortschliessungen-und-stellenabbau-drohen

Abb. (PDF): Plakat Beschäftigungssicherung