Politische Berichte Nr.02/2025 (PDF)20b
Gewerkschaften/Soziale Bewegung

Tesla: Management versus Beschäftigte

Bruno Rocker, Berlin. Die IG-Metall-Bezirksleitung Berlin-Brandenburg-Sachsen berichtet über die außerordentlich hohe Inanspruchnahme (mehr als zwanzigmal so viel wie im Durchschnitt) von Rechtsschutz durch ihre Gewerkschaft von IGM-Mitgliedern bei Tesla in Grünheide bei Berlin:

„Bei der IG Metall geht eine Vielzahl ähnlicher Fälle ein: Oft zweifelt Tesla in einem ersten Schritt rückwirkend Krankschreibungen von Beschäftigten an und fordert dazu auf, Diagnosen offenzulegen und die Ärzte von der Schweigepflicht zu entbinden. Oft folgt als nächstes der Einbehalt von Entgelt. Pfändungsfreigrenzen werden ignoriert, nicht selten wird kein einziger Euro überwiesen. Im Gespräch werden die Beschäftigten mit dem Verweis auf angebliche ‚Schulden‘ durch eine vermeintliche ‚Überbezahlung‘ unter Druck gesetzt. Dies soll sie dazu bewegen, ihren Arbeitsplatz aufzugeben und einen Aufhebungsvertrag zu unterzeichnen. Damit seien sie diese ‚Schulden‘ bei Tesla los. Bedenkzeit für eine juristische Prüfung des Vertrags wird oft verweigert. Das Angebot gelte nur, wenn sofort unterzeichnet würde, heißt es.“

Quelle: (l4.3.2025) https://www.igmetall-bbs.de/betrieb/tesla/meldung/alarmierende-zahlen-bei-tesla