Offenbach: Neue Gedenktafel erinnert an Befreiung am 8. Mai von Faschismus und Krieg vor 80 Jahren
Rosemarie Steffens, Langen, Hessen. In Offenbach wurde am 8. Mai 2025 eine neue Kulturleittafel der Stadt über die Befreiung von den Nationalsozialisten am 8. Mai 1945 enthüllt. Der zuvor unbenannte Platz vor dem Ledermuseum bekam seinen Namen am 8. Mai 1985. Die beiden Zeitzeugen des antifaschistischen Widerstands gegen das Nazi-Regime, Karl Schild und Karl Gültig, enthüllten das Straßenschild an diesem Tag in Anwesenheit von rund 1.500 Menschen.
Die Wahl fiel auf diesen Platz, um an die Verbrechen der Offenbacher Gestapo (Geheime Staatspolizei) zu erinnern, die sich dort im damaligen Polizeipräsidium an der Frankfurter Straße / Ecke Ludwigstraße befand. Viele Menschen, die Widerstand gegen das Terrorregime der Nazis leisteten, wurden ab Februar 1933 in Offenbach verhaftet und in den Räumen der Gestapo verhört und gefoltert. Danach kamen sie oft in andere Gefängnisse oder in das Konzentrationslager Osthofen. Das Amt für Öffentlichkeitsarbeit hat die Tafel auf Wunsch der Geschichtswerkstatt Offenbach und des DGB Stadt- und Kreisverbandes Offenbach errichtet, die auf dem Platz vor dem Ledermuseum jährlich an die Verbrechen der Nazis und den Zweiten Weltkrieg gedenken. Die Tafel ist Teil des Kulturleitsystems der Stadt Offenbach, das an 40 Standorten Sehenswürdigkeiten und die Stadtgeschichte dokumentiert.
Abb. (PDF): Enthüllung der Gedenktafel am 8. Mai 2025 auf dem Platz des 8. Mai 1945. Neben der Tafel: Vertreterinnen der Geschichtswerkstatt, des DGB und der Stadtverordnetenvorsteher. Foto: Mühlheimer Frauenbündnis