Politische Berichte Nr.04/2024 (PDF)23
Kalenderblatt

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DOMiD – Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland

Rolf Gehring, Brüssel. „Seit 1990 sammelt DOMiD in sozial-, kultur- und alltagsgeschichtliche Zeugnisse. Die Gründungsmitglieder waren selbst Migrant*innen. Die ersten Leihgaben stammten aus ihrem Bekannten- und Verwandtenkreis. Zudem kontaktierten sie Betriebe und Gewerkschaften für weitere Zeitzeugnisse, die Deutschlands Migrationsgeschichte dokumentieren. Inhaltlicher Schwerpunkt war damals die Zeit der sogenannten Gastarbeit aus der Türkei, später wurde der Blick geweitet auf alle Herkunftsregionen und Formen der Migration.

Im Gegensatz zu staatlichen Archiven ist die Sammlung „von unten“ gewachsen. Damit bewahrt DOMiD einen bundesweit einzigartigen Fundus an migrantischen Alltagszeugnissen, unter anderem Objekte, Dokumente und Fotos sowie AV-Medien. Zugleich war es von vornherein das Ziel, die Zeugnisse einem breiten Publikum zu präsentieren. Daher wurde die Sammlung wissenschaftlich so erschlossen, dass sie direkt für Ausstellungsprojekte nutzbar ist.“

„Um das historische Erbe der Einwander*innen zu bewahren, wurde ein Archiv (anfänglich in einer Garage in Essen) eingerichtet. Im Jahr 2000 erfolgte der Umzug von Essen nach Köln (Seit 2009 in Räumlichkeiten im Bezirksrathaus Köln-Ehrenfeld). Heute umfasst das Archiv eine bundesweit einzigartige Sammlung an sozial-, alltags- und kulturgeschichtlichen Zeugnissen zur Geschichte der Migration in Deutschland.“

2016 wurde eine Machbarkeitsstudie für ein bundesweites Migrationsmuseum durch das Land NRW und die NRW-Stiftung finanziert. Folgend spricht sich der Rat der Stadt Köln auf Antrag des Integrationsrates Köln für die Ansiedlung des Migrationsmuseums in Köln aus. Die weitere Planung sieht nun eine Bauphase (2027/28) und die voraussichtliche Eröffnung des Museums 2029.

Abb. (PDF): Foto: Vincent Dino Zimmer – Kollektiv Plus X

Abb. (PDF): Mitgliederversammlung während der Gründungszeit. Bild: DOMiD-Archiv, Köln, v.l.n.r. Sevtap Sezer, Aytaç Eryılmaz, Muhittin Demiray, Ahmet Sezer und Gönül Göhler. Gerne weitere Fotos über DOMiD https://domid.org/news/pressematerial/