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Letzte Meldung: Trotz Einreiseverbot führt UN Kontakte zu Israel fort
Alfred Küstler, Stuttgart, The Independent. Die Vereinten Nationen bezeichneten Israels Einreiseverbot für Generalsekretär António Guterres als politische Erklärung des israelischen Außenministers und betonten, dass die Kontakte der Weltorganisation mit Israel fortgesetzt werden, „weil das gar nicht anders geht“. UN-Sprecher Stéphane Dujarric sagte gegenüber Reportern, dass der israelische Außenminister Israel Katz den UN-Chef als „Persona non grata“ bezeichnete, sei auch „ein weiterer Angriff auf die Mitarbeiter der Vereinten Nationen, den wir von der israelischen Regierung gewohnt sind“. Guterres selbst antwortete nicht auf eine Frage zu dem Verbot, als er sich auf den Weg zu der Sitzung des UN-Sicherheitsrates machte, bei dem er ein Ende der „Eskalation der Gewalt“ forderte, die die Menschen im Nahen Osten „direkt über die Klippe“ führe. Dujarric sagte, dass es in seinen 24 Jahren bei den Vereinten Nationen UN-Mitarbeiter gegeben habe, die von einem Land zur Persona non grata erklärt wurden, aber noch nie ein Generalsekretär. Er betonte, dass die Vereinten Nationen das Konzept Persona non grata nie anerkannt haben. Nach dem Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen gilt diese Praxis für ein Land, das einen Diplomaten zur Persona non grata erklärt – nicht für eine internationale Organisation. „Wir setzen unsere Kontakte mit Israel auf operativer Ebene und auf anderen Ebenen fort, weil wir es müssen“, sagte Dujarric. (Weitere Artikel siehe S. 10/11)