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Linke legt in Dortmund zu
Utz Kowalewski, Fraktionsvorsitzender
Die Linke+ hat bei den Dortmunder Kommunalwahlen 2025 von 5,6% auf 8% der Stimmen zugelegt. Auch in absoluten Zahlen konnten wir rund 6000 Stimmen auf nun 18500 Stimmen zulegen bei einer leicht höheren Wahlbeteiligung als 2020. Unser Juniorpartner in der Fraktion Die Linke+ ist die Tierschutzpartei, die ihre Mandate von einem Mandat auf nun 2 Mandate ausbauen konnten, so dass die bisherige Fraktion Die Linke+ rechnerisch nunmehr auf 10 Ratsmandate käme. Damit sind wir als Bündnisfraktion allerdings die einzige Fraktion des demokratischen Spektrums der dies gegen den Rechtstrend dieser Wahl gelungen ist. Dies ist sowohl der guten Sacharbeit der letzten Wahlperiode zu verdanken als auch dem anhaltend guten Bundestrend, aber ganz sicher auch dem engagierten Straßenwahlkampf der Genoss:innen im Kreisverband, die über Haustürgespräche und einer Rekordzahl an Infoständen stetige Präsenz zeigten. Die Nachwahlbefragung des Amtes für Statistik und Wahl ergab, dass unsere Stimmgewinne einerseits von den Grünen kamen und andererseits über die Mobilisierung von Nichtwähler:innen. In geringerem Umfang konnten wir auch Stimmen von SPD und CDU hinzugewinnen. Einen Wähleraustausch mit der AfD gab es nicht.
Bei den 16- bis 21-Jährigen war die Linke mit 33% klar die dominierende Partei in Dortmund. Oberhalb von 60 Jahren (5%) und 70 Jahren (4%) nahm der Wähler:innenzuspruch deutlich ab.
Massive Verluste hatten Grüne (-8%) und die SPD (-5%), die aber viele Direktmandate teils knapp gewinnen konnte, was ihr schlechtes Ergebnis etwas kaschiert. Die CDU konnte ihr Ergebnis aus 2020 weitgehend halten und übernimmt nunmehr wieder Rang 2 hinter der SPD. Großer Wahlsieger sind die Rechtsextremisten von der AfD, die von 5,5% auf 16,8% zulegen konnten. Der offizielle Wahlkampf war geprägt durch die monopolisierte Presselandschaft. Der Lensingverlag trat mit seinen Medien in Dortmund offen zugunsten des als OB-Kandidat platzierten ehemaligen Geschäftsführers Cremer eines Lensingtochterunternehmens auf. Damit waren die Medien nicht mehr Berichterstatter, sondern politischer Mitbewerber. In diesem Schlepptau segelte auch die AfD als mögliche Option für eine rechte Ratsmehrheit für diesen Lensingkandidaten mit. Im Gegenzug wurde medial eine Kampagne gegen die SPD gefahren und Die Linke gleich ganz aus der Berichterstattung herausgelassen.
Die Bildung einer Ratsmehrheit und einer Bündnisfraktion in einem Rat mit zwölf Parteien wird eine Herkulesaufgabe und die Zahl der zu führenden Gespräche ist größer als jemals zuvor.
Abb. (PDF): Kandidatinnen und Kandidaten der Linken nach dem Wahlerfolg